Michael Naef Seit meiner Kindheit lebe ich mit Hunden, spüre sie und beobachte sie. Ich liebe ihre stille, aber tiefe Art zu kommunizieren und bin zutiefst leidenschaftlich daran interessiert, sie immer besser zu verstehen — was mir hilft zu wachsen und Menschen dabei zu helfen, persönlich und in ihrer Beziehung zu ihrem Hund zu wachsen.

Vielleicht deshalb hat mich der Begriff Relationaler Alchemist gefunden.

Ich liebe Beziehungen in all ihren Formen — menschliche, zwischen verschiedenen Spezies, mit der Natur, mit sich selbst. Mit der Welt und allen ihren fühlenden Wesen. Ich liebe es, in Beziehung zu sein.

Ich habe eine natürliche Anziehung zu Hunden, die als „schwierig“ gelten. Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, dass hinter einem komplexen Verhalten fast immer kein Problem zu korrigieren ist — es ist der Ausdruck von etwas Tiefer liegendem: ein ausgedrücktes Bedürfnis, ein Missverständnis in der Beziehung, unterdrückte menschliche Emotionen oder einfach mangelnde Aufmerksamkeit für uns selbst.

Genau dort kann die Transformation beginnen — durch das Verstehen von Verhaltensweisen, durch das Einbringen und Verändern unseres Ansatzes, durch konkrete Werkzeuge, um dysfunktionale Routinen durch funktionale Gewohnheiten zu ersetzen, wieder gemeinsam Freude zu erleben und sich verbunden zu fühlen.

Als Hundeerzieher und Verhaltens Rehabilitator bilde ich mich weiterhin fort — als Mensch und als Fachperson. Die Freiwilligenarbeit in Tierheimen, in der Schweiz und im Ausland, hat mir sehr viel beigebracht — doch eine Etappe veränderte meinen Blick grundlegend: In Dahab, Ägypten, arbeitete ich in einem „Sanktuar“, einem Tal mit 180 Hunden, wo ich das Verhalten freilaufender Rudel in ihrer natürlichen Umgebung beobachtete und erforschte.

Das führte mich dazu, vieles von dem, was ich gelernt hatte, zu überdenken, und ich begann, von den wahren Meistern — den Hunden selbst zu lernen. Ich lerne jeden Tag von allen — den Freien und denen der mit den Menschen leben, die ich in meiner Arbeit treffe.

In meiner Fachausbildung habe ich mich auf spezifische Bereiche spezialisiert: Hunde-Körpersprache und Kommunikation, Aggressions- und Angstmanagement, Clickertraining als Werkzeug für präzise und positive Kommunikation, sowie spielbasierte Suche — sowohl als Mittel zur Stärkung der Bindung als auch als Rehabilitation für Hunde mit schwierigen Geschichten.

Ich habe mich von Lehrern inspirieren und ausbilden lassen, die ich tief schätze, darunter Moreno Sartori, Michele Minunno, Simone Dalla Valle, David Morettini, Luca Spennacchio, Dr. Arrigoni und viele weitere — jeder von ihnen hat dazu beigetragen, meinen Blick und meinen Ansatz zu prägen.

Ich glaube zutiefst, dass jede Beziehung zwischen Hund und Mensch ein großes Entwicklungspotenzial birgt. Wenn wir lernen, mit gegenseitigem Respekt zu kommunizieren, wächst nicht nur der Hund — es öffnen sich Möglichkeiten, über die erlernten Grenzen hinauszugehen, die wir als Menschen in uns tragen.

Wenn du fühlst, dass es an der Zeit ist, deinen Hund besser zu verstehen, und du dich mit ihm in eurer Beziehung weiterentwickeln möchtest, begleite ich euch gerne auf eurem gemeinsamen Weg, so lange du es wünschst.

Bis bald, Mika